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Speisekarte

Die Historie

Die Geschichte des Hauses Frentjen
Die Wurzeln der Familie van Wijhe-Frentjen lassen sich bis nach Uelsen zurückverfolgen. 1764 heiratet hier der „Kuiper” (Faßbinder, Böttcher) Jeremias van Wijhe eine Derkjen Borger, deren Vater Jan Borger bereits seit etwa 1720 „Kasteleien” (Wirt) in Ommerschanze (NL) ist. Beider Sohn Geerd van Wijhe, Bäcker, Gastwirt und Krämer, heiratet 1795 in Nordhorn Hendrika Johanna Aldekamp.

In dem Verzeichnis der Nordhorner Gewerbetreibenden aus dem Jahre 1810 zum Zwecke der Erhebung einer Personal- und Mobiliarsteuer wird der „Gastwirt G. van Wyh” erwähnt. Er ist in kurzer Zeit einer der wohlhabensten Bürger der Stadt
geworden. Geerd van Wijhe ist also der erste seiner Familie, welcher als Schankwirt, Krämer, Bäcker in Nordhorn nachgewiesenermaßen tätig ist. Deren Sohn Jeremias, geb. 1795, erlernt den Beruf des Bäckers. 1825 heiratet er Regine Gertrud Dresing. Die Tochter Henrica Dorothea wird 1827 geboren. Im Dezember 1852 heiratet sie Gerrit Frentjen aus Frensdorf.

Die Bäckerei und die Schankwirtschaft trugen ab diesem Zeitpunkt den Namen Frentjen. Gerrit und Henrica Dorothea Frentjen werden sieben Kinder geboren.
Der Wohlstand und die florierenden Geschäfte der Bäckerei, des Kramladens und
der Gaststube wurde nicht zuletzt durch die für solch gewerbeprädestinierte Lage
der Baulichkeiten der Familie van Wijhe-Frentjen in der Hauptstraße (Vorderstraße)
begünstigt.

Bei van Wijhe-Frentjen können die aus den umliegenden Bauernschaften angereisten
Bauern mit Ihren Familien, auch sonntags, nicht nur ihre Pferde unterstellen und sich
selbst ausruhen – die Schank- und Gastwirtschaft erfüllt hier die Funktion wie anderswo
das sog. „Drijnkershuus”-,sondern sie können sich auch mit den Dingen des
täglichen Bedarfes eindecken. Die Kombination Schankwirtschaft – Kramladen – Bäckerei ist für damalige Verhältnisse nicht ungewöhnlich.

Der jüngste Sohn, Leonard Ferdinand, geb. 1866, erlernt sowohl das Bäcker als auch später in Amsterdam das Konditorenhandwerk und wird somit Nordhorns erster Konditor. 1893 heiratet er Christiane Speer. Er übernimmt 1902 das väterliche Geschäft einschließlich der Schankwirtschaft,
welche er ab jetzt „Restauration zur guten Quelle von Leonard Frentjen” nennt. Der Volksmund bezeichnet sein Lokal schlicht weg als „Aovendschoole”. Bäckerei und Konditorei florieren.
Es wird überliefert, dass Frentjens „Törtchen” zur damaligen Zeit in Nordhorn als Sensation betrachtet wurden. Die Söhne Gerard Johann und Ernst Lebrecht sorgen für den
Fortbestand des Hauses und erlernen ebenfalls das Bäcker- und Konditorenhandwerk. Gerhard Johann heiratet die Gastwirtstochter Helene Koke und somit den Vater des heutigen
Seniorchefs des Hauses, Gerhard Frentjen.

Das Haus van Wijhe-Frentjen muss 1952 dem sich stark ausdehnenden Geschäft
des Textilkaufmannes Heemann weichen und wird abgerissen.
Frentjen findet in diesem Jahre eine neue Bleibe nur zwei Häuser südlicher an der
Hauptstraße 50, dort, wo auch jetzt noch das Restaurant Frentjen angesiedelt ist.
Über 285 Jahre im Dienste des Gastes, davon über 155 Jahre in Nordhorn, eine
beispiellose Familien- und Firmengeschichte.

Gerhard´s und Rita´s Sohn Dirk und seine Frau Susanne führen heute das Restaurant
und die Gastwirtschaft in der achten Generation und die nächste Generation
steht bereits in den Startlöchern.